MUWINS Top 3: Brettspiele-Vorsätze für das Jahr 2019

Peter steckt mitten in einer Midlife-Crisis, Etienne plant einen grösseren Urlaub, Yves politisiert in seiner Wohngemeinde, Beni probt auf seinen Trommeln und Kesselpauken, Matt muss seine Computer-Kenntnisse verbessern und Andreas, ja wo bleibt eigentlich Andreas?!? 

Finden die MUWINS überhaupt noch die Zeit, ein Brettspiel auf den Tisch zu stellen?!? Wir hoffen es schwer… Damit das Zocken nicht zu kurz kommt und weil man ja sowieso Vorsätze fassen sollte, hier unsere Top 3-Brettspiel-Vorsätze für das Jahr 2019.


Yves:

Besondere Erwähnung: Lords of Hellas!!!! Ich WILL bis Ende Jahr mein eigenes Exemplar zocken. Das liegt nicht unbedingt an mir, sondern vielmehr an der Verschiffung aller Produktionsteile innert angegebener Fristen. Ich sage euch: Nie mehr Kickstarter!

Platz 3: Ich will dieses Jahr unbedingt wieder einmal ein Spiel der COIN-Reihe angehen. Verrat ist nirgends schöner als in Kuba oder Kolumbien. Gerne kann ich meine „Freinde“ auch in einem anderen Land in die Pfanne hauen, England oder Vietnam kommen mir dabei in den Sinn.

Platz 2: Eine Trophäe muss her! Und zwar eine für den Gewinn eines Warhammer UnderworldsTurniers. Diese nehme ich dann mit an jedes Muwins-Event und schwelge in meinen Erinnerungen.

Platz 1: Die Pile of Shame muss unbedingt abgebaut werden. Als Ziel setze ich mir, dass 75 % der Essen-2018-Einkäufe gespielt werden müssen. Ungespielt sind beispielsweise Dogs of War, Ground Floor, Gorus Maximus, Carpe Diem, Obsession, 1347 und viele mehr.


Benjamin

blackcatPlatz 3: Beginnen wir mit einem besonders leicht zu erfüllenden Vorsatz: Von Midnight Circle, der ersten Erweiterung für Tragedy Looper, bleibt uns lediglich noch ein neues Szenario. Das sollte Anfangs 2019 zu schaffen sein, danach will ich endlich sehen, wie mir die schwarze Katze der Erweiterung Cosmic Evil von links über den Weg läuft! Nach diesen letzten noch unbekannten Szenarien hat es sich dann aber (in dieser Runde) leider erst mal ausgeloopert. Irgendjemand muss einen gewissen deutschsprachigen Verlag halt ein wenig unter Druck setzen, das Spiel endlich auch hierzulande und mit neuen Erweiterungen herauszubringen.

In diesem Zusammenhang ist auch mein Untervorsatz zu interpretieren: Neue Opfer für dieses tolle, ungewöhnliche Spiel begeistern…

Platz 2: Nach dem leichtesten folgt der offensichtlichste Vorsatz: Mehr Spiele öfters spielen! Die COIN-Reihe hat Yves ja bereits erwähnt, aber auch andere tolle Titel kämpfen praktisch konstant um ihren Platz auf dem Regal oder gar dem Tisch gegen die ständige Neuheitenflut an. Woher die kommt? Keine Ahnung! Wirklich!

schweizer-franken.jpg_160315_130325Platz 1:  Ja, damit sind wir bei Kickstarter angelangt. Die persönliche Erfolgsquote hat sich diesbezüglich über die Jahre zwar deutlich verbessert, dafür ging der Trend stärker in Richtung grosser und entsprechend teurer Titel (denn seien wir ehrlich: Wer nimmt schon die Bio-Recycling-Ausgabe, wenn’s auch alles in Hochglanz-Deluxe gibt?). Nemesis, U-Boot, Batman – Gotham City, Tainted Grail, Hellenica und weitere gehör(t)en zu den vielversprechenden, kostenintensiveren „Investitionen“ – sind dabei aber der Erfüllung von Vorsatz 2 zugegebenermassen eher abträglich. Niemand will komplett auf das Gekicke verzichten (nein, auch Yves nicht, glaubt es mir – er kann das nur noch nicht so gut), dazu macht die ganze Prozedur einfach auch zu viel Spass. Aber ich geb’s ja zu: Der wirklich verantwortungsvolle Umgang mit der Plattform ist auch bei mir noch nicht so ganz verinnerlicht.

Was nun dabei der konkrete Vorsatz ist, wollt ihr wissen? Woher soll ich denn das wissen!?


Etienne:

Platz 3: Anscheinend, wenn es nach meinem BoardGameGeek-Profil geht, befinden sich 223 Spiele in meiner Spielesammlung. Ich glaube, diese Zahl ist mittlerweile etwas zu hoch angesetzt und entspricht kaum der Realität. Daher sollte ich unbedingt mal meine Kollektion aktualisieren (und vor allem dann auch aktuell halten). Und wenn wir schon beim Aktualisieren sind, können wir ja gleich noch ein wenig weiter ausmisten.

Platz 2: Ich bringe selten etwas aus meiner Sammlung zu Spieletreffen mit. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen spiele ich lieber das neue Zeugs der anderen, das ich noch nicht kenne. Zum anderen bin ich wohl zu faul, mich genügend vorzubereiten und erliege dann dem sozialen Druck, keinen Fehler machen zu dürfen. Das hat nun 2019 endgültig ein Ende!

Platz 1: Mehr gewinnen! Eine kleine Zahlenspielerei: Wenn Yves mit von der Partie ist, gewinnt dieser Schlingel ganze 48% der Spiele (bei einem Erwartungswert von 33%)! 48%!! Stelle sich das mal einer vor!!!! Immerhin habe ich mit 34% noch knapp eine «positive Bilanz», aber so kann das nicht weitergehen. Daher, auch wenn meine Züge künftig fünf Minuten länger dauern, mehr Ehrgeiz muss her und damit mehr Siege.

Nebenbei: Ich will weiterhin keine Partie Wikinger 878 A.D. verlieren! 

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Statistik für Spiele, bei denen mindestens mein Bruder Yves und ich dabei sind.

Andreas:

Platz 3: Wenn Ben seine Kesselpauken behämmern und gleichzeitig gehörig muwinsen kann, dürfen meine musikalischen Frickeleien keine Ausrede mehr dafür sein, dass ich mich in letzter Zeit bei Muwins rar gemacht habe. Rummsen und winsen muss gleichzeitg gehen. (Das ist eigentlich schon ein Vorsatz).

Mein Vorsatz auf Platz 3 ist eineVebindung von zwei Boardwelten (Key und Game): Endlich einen Soundtrack für ein Spiel fertigstellen und schauen, ob den überhaupt jemand hören möchte, oder ob alle lieber in bleierner Stille über ihren nächsten Spielaktionen brüten.

Platz 2:  Völlig unoriginell: Die Pile of Shame gehört zünftig erniedrigt. Nachdem am 4. Januar bei einer zwölfstündigen Session unter anderem Chronicles of Crime und Inbetween ihr erfreuliches Debüt hinlegten, stehen die Zeichen gut. Dass sich inzwischen A Tale of Pirates neu auf den Schandstapel geschlichen hat, übersehen wir jetzt mal grosszügig. Immerhin zwei Abbauschritte vor und nur einer zurück. Und mein gekickstartetes U-Boot ist ja auf hoher See und noch nicht in den Heimathafen – bzw. -haufen eingelaufen.

Platz 1: Viel be- und wenig verspielen und zwischendurch die Welt über erfreuliche Spielereien bemuwinsen.


Matthias:

Platz 3: Meine Pile of Shame ist nicht gross, trotzdem möchte ich 2019 endlich Splotters Städtebauspiel auf den Tisch kriegen. Antiquity – ein Einkauf der Spiel ’17 – wartet immer noch auf seinen ersten Auftritt. Apropos Splotter: Food Chain Magnate fristet bei mindestens drei anderen Muwins ein eher langweiliges Dasein. Hopphopp – stellt den Leckerbissen wieder einmal auf!

Platz 2: Yves will unbedingt eine Shadeglastrophäe gewinnen? Ich setze meine Ziele etwas tiefer an: Im Jahr 2019 nehme ich an einem Warhammer Underworlds: Nightvault– Turnier teil. Ich werde mir natürlich alle Mühe geben, möglichst gut abzuschneiden, aber schon nur mal an einer kompetitiven Veranstaltung dabei zu sein, ist Vorsatz genug.

Platz 1: Die vor kurzem gespielten Partien Ringkrieg und Korsaren der Karibik machten Lust auf mehr und haben mir gezeigt, wie Recht Peter mit seinen Ausführungen hat. Lange, epische Spiele wären unglaublich spassig. Bei diesen Spielen ist mir der Ausgang (Sieg oder Niederlage) meist egal. Die Spiele erzählen eine Geschichte und das ist für mich das Wichtigste. Damit aus diesem Umstand ein Vorsatz wird, formuliere ich es mal so: Ich spiele in diesem Jahr mindestens 10 Mal einen Titel aus meiner hier definierten „Liste epischer und thematischer Spiele„: Diese wären: Der Ringkrieg, Hannibal & Hamilcar, Korsaren der Karibik und alles, wo COIN draufsteht. (Änderungen vorbehalten)


Peter:

Platz 3: Mein erster Vorsatz ist wenig kreativ und mittlerweile eigentlich nur ein langweiliges Echo eines Wunsches, der quer durch die Brettspielszene je länger, desto öfter kundgetan wird: Weniger neue Spiele kaufen und gleichzeitig jene, die ich bereits besitze, intensiver (oder überhaupt mal) spielen. Interessant ist ja, dass trotz dieser vielgehörten und -gelesenen Absicht kaum jemand über deren erfolgreiche Umsetzung zu berichten scheint… Nun, der Umstand, dass ich gerade etwas Kickstarter-Überdruss empfinde und noch so einiges Ungespieltes bei mir rumliegt, dürfte mir hoffentlich dabei helfen, es besser zu machen.

Platz 2: Mein zweiter Vorsatz geht mit dem ersten Hand in Hand: Überhaupt öfter spielen. Im Vergleich zu 2017 kam ich nämlich im letzten Jahr auf rund 20% weniger gespielte Partien – ein Zustand, der so nicht andauern kann und darf! Es gab für diesen Einbruch zwar durchaus rechtfertigende Gründe, dennoch will ich meine Mitmuwinser dieses Jahr wieder öfter mit meiner Anwesenheit beläst-, äh, -lustigen. Daran gekoppelt möchte ich auch wieder mehr für unseren Blog schreiben, denn auch dieser sah zumindest in der zweiten Jahreshälfte 2018 wenig von mir. Ein Doppelvorsatz also, der sich unter dem Motto „Mehr MUWINS!“ zusammenfassen lässt.

Platz 1: Über meinen brettspielerischen Hauptvorsatz fürs neue Jahr habe ich ja kürzlich berichtet: Ich möchte wieder mehr komplexere, zeitintensivere Titel auf den Tisch bringen – und zwar sowohl neue als auch „alte“. Das sollte sich eigentlich prima mit meinen anderen beiden Vorsätzen kombinieren lassen. Ob mir das alles auch wirklich gelingt, seht (und lest) ihr in den nächsten Monaten…


HIER geht’s zu den weiteren Top 3-Listen.


Und wie sieht es bei euch aus? Habt ihr euch für das Brettspieljahr 2019 auch etwas vorgenommen?

Ein Kommentar

  1. Kein Vorsatz.. aber ein Versprechen.
    Ich helfe euch gerne, eure „mehr-spielen“-Vorsätze umzusetzen…
    Wann immer ich kann … meine Family ist zwar jetzt über UNO und Labyrinth des Meisters hinweg… aber immer nur Code-Names und Saboteur wird dann doch auch langweilig…
    Ahhh… vielleicht doch ein Vorsatz-> bis ende Jahr mit meiner Familie NOCH ein Schrittchen weiter!

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