Rally Trucks, Burg Schnarchnase und Bitte nicht füttern – 3 Memory Varianten

Der Memory-Mechanismus ist für Kinderspiele wie der Pfeffer für die Küche: Kaum wegzudenken. In der weltberühmten Datenbank werden mehr als 3000 Spiele in der Memory-Sparte aufgelistet. Vermutlich hat auch jeder Haushalt neben seiner Monopoly und Risiko Ausgabe eines irgendwo herumliegen: Entweder sucht man Cars-, Frozen, Tier-, Rennboliden- oder Busen-Pärchen. Der Erfolg des Mechanismus ist vermutlich auch der Tatsache geschuldet, dass das menschliche Hirn mit der Zeit reparaturbedürftig wird, Kinder können sich also mit ihren Eltern kompetitiv messen und gewinnen vermutlich auch grösstenteils… 

Heute möchten wir 3 Haba-Spiele vorstellen, die diesen schon oft benutzten Mechanismus leicht verändern und in unterschiedliche Verkleidungen stecken. Ich will den Eltern Möglichkeiten aufzeigen, dass es nicht immer nur das Cars-Memory sein muss. Es gibt genügend Alternativen. Neben den drei Vorgestellten gibt es deren weitere ca. 2997 Memory-Spiele. Euer Fachhändler des Vertrauens hilft euch sicher weiter…

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Das ist das am meisten gezockte Spiel in Matts Haushalt…  Der arme Kerl!

Rally-Trucks

Das Autorenteam des berühmten Veloklassikers Flamme Rouge hat sich nun mit Motoren beschäftigt. Rally-Trucks ist für 2-4 Monstertruckfahrer. Den Fahrausweis erhalten die Kleinen bereits mit 5 Jahren. Ein Rennen dauert höchstens 10 Minuten, es müssen nur 2 Runden gefahren werden.

Mittig des Tisches wird der Rundkurs ausgelegt. Die Rennfahrer setzen ihre Boliden an die Startlinie und warten auf das Signal! Rund um die Strecke werden vorher nur noch die Plättchen verdeckt ausgelegt und dann kann es losgehen… Der Kurs ist in einzelne Felder unterteilt und jedes ist mit einem schicken Symbol versehen. Zu jedem gibt es nun mindestens ein passendes Plättchen, welches es zu finden gilt. Anfangs sind unsere Motoren noch ein wenig kalt, mit der fortlaufenden Dauer des Rennens laufen wir jedoch heiss. Wir? Nein, grundsätzlich nur meine Kleinen. Es kommt sehr häufig vor, dass mein Truck in einem Zug höchstens 3-4 Felder vorwärts rollt/stolpert, dann meine Söhne eine komplette Runde absolvieren… Denn wenn der Pilot das passende Plättchen aufdeckt, darf er so lange weitermachen, bis er entweder einen Fehler begeht oder die Plättchen ausgehen… Ich weiss nicht, ob es an den Symbolen liegt oder an meiner Affinität zu Rennstrecken, aber Rally-Trucks ist für mich nicht zu gewinnen. Das wiederum finden meine Kinder jedoch sensationell. Unsere Renntruppe empfiehlt das Spiel allen Hobbyrennfahrern: Das Rad wird nicht neu erfunden (siehe Zicke Zacke Hühnerkacke), ist jedoch schön rund und macht Spass.

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Der rosa Truck benötigt als nächstes das Auspuffrohr, die Schlüssel, den Tachometer, die Zielflagge…

 

Bitte nicht füttern

Bitte nicht füttern sieht toll aus! Die Schachtel stellt zugleich den Dachboden unseres Hauses dar. Unsere Eltern haben uns die ganze Zeit verboten, den stickigen Raum zu betreten. Da wir jedoch nicht die am besten erzogenen Kinder, resp. voller Tatendrang und Wissensdurst sind, halten wir uns nicht an dieses Verbot. Warum steht jedoch an der Tür „Bitte nicht füttern“? Ist es wegen den Monstern, die dutzendfach den Dachboden bevölkern und sich unter dem Gerümpel verstecken? Diese sehen doch ganz niedlich aus! Daher füttere ich dieses herzige Gitarrenmonster mit meinem Pausensnack… Sch… es rülpst aber laut! Und je öfter ich es füttere, desto lauter wird es. Wenn das nur nicht Struppi, unser Hund hört…

Die Monster werden auf der Schachtel ausgelegt, darunter befindet sich ein unbeschriebenes Stück Papier. Jeder Spieler entscheidet sich, einem Monster einen Snack ins geöffnete Maul zu werfen. Jede Fütterung markieren wir mit einem Schreibstift. Dann erhalten immer neue Monster ihre Häppchen. Mit der Zeit weiss ich jedoch nicht mehr, wer schon satt ist. Füttere ich das Gitarrenmonster ein zweites, drittes oder gar viertes Mal, erhalte ich Strafpunkte, d.h. Struppi wird auf mich aufmerksam (das Monster rülpst immer lauter!!!).

Es wird also derjenige belohnt, der zu jeder Zeit weiss, welches Monster noch hungrig, respektive welches bereits am Platzen ist. Wie üblich, können dies die Kleinen besser als die Grossen. Bitte nicht füttern ist für Monsterkenner ab 5 Jahren und spielt sich in 15 Minuten. Die Ausstattung und das grafische Design sind toll und passen gut zur Geschichte „Monster auf dem Dachboden“. Lustig finden wir auch, wenn einer nach einigen Runden ein Monster findet, dass bis anhin noch hungern musste. Das fühlt sich  wie ein 6er im Lotto an!

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Die Monster haben sich unter all dem Gerümpel auf dem Dachboden versteckt. Rot füttert das Robotervieh bereits zum dritten Mal. Das gibt ein dreifaches Rülpsen!

Burg Schlummerschatz

Für den Einbruch in die Burg Schlummerschatz benötigen wir nur eine 4-jährige Lehre. Die Truhe wird meistens in 10 Minuten komplett ausgeraubt.

Die Burg wird von 12 Wächtern bewacht. Dumm nur (für uns Diebe natürlich von Vorteil), dass diese die gestrige Nacht durchgefeiert haben und heute sehr schnell einnicken…

Die 12 herzigen und schlafenden Soldaten werden verdeckt in der Mitte ausgelegt. Rund um diese werden nun die dazugehörigen, jedoch wachen Paare angeordnet. Zwischen jeweils zwei Plättchen kommen noch einige Münzen und los geht das Stehlen. Findet der Junior-Dieb die schlafenden Exemplare, die gemeinsam einige Goldstücke bewachen, darf er diese stibitzen…

Die Burg Schlummerschatz habe ich schon einige Male ausgeraubt. 12 verschiedene Wächter liegen vermutlich noch in meinem Bereich des Möglichen! Leider finden meine Kinder diese Variante die am wenigsten spannende aller Vorgestellten. Schade eigentlich…

BS
Leider konnte ich nur das schlafende Huhn finden, der Esel hat sich versteckt…

Ich bedanke mich herzlichst bei Haba für die Rezensionsexemplare.

2 Kommentare

  1. Wir spielen gerne Memoarrr! von Pegasus. Die haben mit ein paar kleinen Regeln ein neues Memory-Spiel erfunden.
    Es gibt fünf unterschiedliche Tiere und fünf unterschiedliche Hintergründe. Der Spieler muss immer entweder das gleiche Tier oder den gleichen Hintergrund wie der Spieler, der vor ihm dran war aufdecken. Jeder Spieler darf sich zu Beginn drei Karten, die genau vor ihm liegen, angucken. Der Spieler, der als letzter in der Runde übrigbleibt, darf sich eine Schatzkarte aus der Mitte nehmen. Die Karten werden wieder umgedreht (nicht vermischt!) und eine neue Runde startet. Wenn alle Schätze weg sind endet das Spiel.
    Eins bleibt jedoch gleich: Die Erwachsenen haben kaum eine Chance.
    Ist allerdings erst ab 8 Jahren empfohlen. Funktioniert aber auch mit 6 jährigen bestens.
    Die erweiterten Regeln, dass jedes Tier etwas anderes kann haben wir noch nie gespielt. Braucht man aber auch nicht wirklich, meiner Meinung nach.

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