Muwins Top 3: Würfel

Sie sind Bestandteil vieler Spiele und kommen in allen möglichen Formen, Farben, Materialien und Grössen. Sie werden beschwört, bespuckt, geschüttelt, gehasst, angefleht und verteufelt. Sie entscheiden über Distanzen, Treffer, Verluste, Erfolge und manchmal sogar über Sieg oder Niederlage. Und letzten Endes werden sie mal elegant, mal ungelenk, mal gezielt, mal unbehände, mal wuchtig oder gefühlvoll zu Tische gebracht. Würfel. Heute verraten wir euch, welche davon wir auf irgendeine Weise herausragend finden.


Oldiebenjis Top 3:

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Unscheinbar, aber OHO!

Platz 3: Hmmmm… Platz 3 ist immer so eine Sache. Eigentlich möchte man hier all die Titel unterbringen, die es zwar nicht ganz an die Spitze schaffen, die aber dennoch erwähnenswert wären – und sei es nur, weil man sie irgendwie lieb hat. King of Tokyo gehört eigentlich in eine Würfel-Top-3, weil die Dinger da so schwarz-grün und fett sind. Oder Robinson Crusoe, weil die Funktionsweise so ungewohnt ist (ja, ich hab’s geschafft, aus Kokosnussschalen und Palmblättern ein Plumpsklo zu basteln, habe mir aber dabei derart auf den Daumen gesemmelt, dass ich jetzt mit Wundbrand darniederliege – das Klo explodiert ein paar Tage später dann übrigens auch). Um ein wenig originell zu sein, nenne ich aber beide explizit nicht. Den Spezialpreis für unübertroffene Unscheinbarkeit erhalten stattdessen die Antreiber aus dem Rennklassiker Turf Master. Dies, obwohl die Sechsseiter pferds hundskommun daherkommen. Nun gut – acht Paare (völlig unnötigerweise) in allen Spielerfarben sind zwar grosszügig, aber noch nicht weltbewegend. Es ist auch nicht ihr Äusseres, das die Kerlchen auf die Siegertreppe hievt, sondern ihre Funktion, die sich nur als hochgradigstes Understatement beschreiben lässt. Lediglich jede zweite Runde würfelt in dieser Rennerei überhaupt jemand und bestimmt danach, ob die Summe oder einer der Einzelwerte für alle Tiere zählt. Aber diese klitzekleine Entscheidung beinhaltet manchmal eine derartige Menge potentieller Pferde Sauereien, dass sich die Hürden biegen.

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…und es hat *KLICK* gemacht. Aber der rote Pöppel vorne erinnert mich an irgendwas…

Platz 2: Solo-Spiele sind nicht jedermanns Sache, und im Direktvergleich mit dem Kräftemessen gegen einen menschlichen Gegner ziehen sie oft den Kürzeren. Aber eben – es gibt Schatzkistchen, die uns auch in einsamen Stunden vors Brett locken. In diesem Fall gelingt es dem Kistcheninhalt sogar, mir explizitere Gemütsäusserungen (#@%*@£!)  zu entlocken als so manch menschlicher Antipode. Denn sie sind von Grund auf unberechenbar und gemein, die Würfel von Hostage Negotiator, die unsere eben noch so vielversprechend verlaufenden Verhandlungen mit einem herzhaften *Klick* in der Leitung (milde Variante) oder der Eliminierung einer Geisel (übelstmögliche Variante) abrupt beenden. Bei kaum einem anderen Spiel habe ich die sechsseitigen Biester so verflucht – ausnahmsweise auch mal geliebt. Unberechenbar? Nicht wirklich, denn die Kunst beruht gerade darin, das scheinbar Unkontrollierbare zu zähmen. Ist das geschafft, fühlt man sich richtig gut. Und nach einer Niederlage? Da ist man allein. So völlig allein.

Platz 1: Stellvertretend für die ganze Reihe (1812, 1775, 1754) müssen hier einfach deren Herzstücke, also auch jene von 878: Vikings – Invasions of England, stehen. Denn diese Wikinger bauen keine Inseln – stattdessen geht es handfest zur Sache! Mittels fraktionsspezifischer Würfeldesigns werden die Protagonisten glaubhaft und historischen Gegebenheiten folgend nachempfunden. Eure Armee besteht hauptsächlich aus Bauern und Buchhaltern? Macht euch darauf gefasst, dass die mässig glorreichen Truppen bereits vor dem ersten Kampfschrei des Gegners das Weite suchen. Ihr steht an der Spitze einer kampferfahrenen Berserker-Meute? Gerannt wird ausschliesslich in Richtung Feind – was allerdings auch nicht immer der Gesundheit zuträglich ist (gerade, wenn man an der Spitze steht). Und besonders gross ist der Jubel, wenn die Bauern und Buchhalter den scheinbar übermächtigen feindlichen Horden doch einmal standhalten und sich Walhalla mehr und mehr füllt.

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Frei nach dem unsterblichen Asterix: Für den Rückzug wenden die Fyrd die wirkungsvolle Hasenfuss-Taktik an, während sich die siegreichen Berserker einen abbrüllen.

Shotgun Petes Top 3:

WheroquestPlatz 3: Warum HeroQuest so grossartig ist, sollte mittlerweile eigentlich jedem bekannt sein. Nebst Risiko und Monopoly, die einzig aus nostalgischen Gründen noch nicht ausgemustert wurden, ist HeroQuest der dienstälteste Titel in meiner Sammlung. Und es war für mich der erste mit speziellen Würfeln: Die Kampfwürfel zieren Schädel, Schilde und ein Monstersymbol – als Dungeonmaster fieberte ich jedem Wurf damit entgegen. Und geworfen haben wir sie seinerzeit oft, keine anderen Würfel in meinem Besitz dürften derart abgewetzt sein. Vielleicht sollte ich diese Veteranen (wieder mal) farblich auffrischen… vielleicht lasse ich sie aber auch einfach ihre Narben mit Würde tragen. Das haben sie sich eigentlich verdient.

WtodesengelPlatz 2: Es gibt viele Spiele mit fiesen Würfeln. Robinson Crusoe und seine Wetterwürfel etwa. Oder Leaving Earth mit dem tödlichen Weltraumradioaktivitätswürfel. Doch keiner, wirklich keiner hasst seine Spieler so sehr wie der rote Kampfwürfel aus dem Space Hulk: Todesengel Kartenspiel. Aber das ist okay. Denn ich hasse ihn auch – immer wieder und stets inbrünstig. Er ist zweifelsohne der am meisten beschimpfte, ungläubig angestarrte und mich meine Hände zu wütenden Fäusten ballen lassende Würfel, der mir je auf den Tisch gekommen ist. Und dafür liebe ich ihn. Aber noch mehr hasse ich ihn. Ach, du! Du roter Kampfwürfel! Du mein geliebter Schweinesausack, du!

WcucuPlatz 1: Ich habe sie alle ausprobiert. Die originalen, gänzlich ordinären, weissen Würfel, die dem Spiel beiliegen. Die billige No-Name-Variante mit dem Älteren Zeichen auf der 5 und 6. Und auch die überteuerte, in lächerlichen 5er-Packungen verkaufte Deluxe-Version aus dem eigenen Verlag. Aber erst als meine Sturm-und-Drang-Phase mit Arkham Horror bereits am Abflauen war, stiess ich auf die ultimative Lösung: Die kongenial gestalteten Cucu Dice. Egal, ob ich in Arkham gerade normal, gesegnet oder verflucht unterwegs bin – auf einen Blick wird sofort klar, wie viele Erfolge ich erwürfelt habe. Bei diesem Spiel kommt noch hinzu, dass man die Würfel befried- und belustigenderweise öfter mal gleich im Dutzend werfen kann. Trotz ihres schmucken Aussehens gibt es aber auch mit den Cucus keine Garantie auf ein letztlich genauso befriedigendes Würfelresultat.


Lukebigbosss‘ Top 3:

20180121_192812_previewPlatz 3: Nicht die grünen, nein die orangen müssen es sein. Keine normalen 08/15-Würfel, sondern ausgestattet mit Halloween Fähigkeiten. Auserkoren, um alle anderen Monster zu Kürbisbrei zu verarbeiten… Übrigens, wir würfeln bei uns zu Hause keine Tatzen, sondern „Tätschs“! Aber so richtig!!! Von welchem Spiel ich spreche? Vom „All-Time 5-Minuten Klassiker, alle können mitzocken, besser als Yahtzee, ich geb dir Süsses UND Saures“-King of Tokyo, natürlich die limitierte Halloween Ausgabe.

20180121_193538_previewPlatz 2: Entdecken, erfinden, reisen, handeln, Geld erzeugen. Weiss, rot, gelb, grün, braun, blau und violett. Daherkommend in grosser Stückzahl, in Partnerschaft mit tollen Würfelbechern. Die Würfel sind nicht auf Platz 2 aufgrund ihrer Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten oder ihrer grellen Farben. Nein, sie sind es wegen des Sounds, den sie im Becher erzeugen. Je mehr sich darin befinden, desto besser der Ton, desto eindrücklicher das Rasseln. Roll for the Galaxy – Der Sound der Würfel!

Platz 1: Lebenspunkteanzeiger, pfff!!! Diese Benennung trifft die Wahrheit nicht im Geringsten. Mein Würfel ist mein Atem, mein Herzschlag, mein Leben selbst. Wie viele Male habe ich mit Kummer auf ihn geschielt? Wie oft wollte ich ihn im Geheimen nur zwei, drei Zahlen nach oben korrigieren? Ich habe ihn verflucht, angeschrien und verwunschen. Doch jedes Mal packe ich ihn aufs Neue heraus, hege und pflege ihn, spreche ihm gut zu und wünsche ihm viel Glück. Für meinen Lebenswürfel alles Liebe, dein Magier.

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Für alle Vollbanausen: Ich spreche natürlich von Magic: The Gathering. Alle die nun Wikipedia öffnen… (pures Kopfschütteln).


mratn’s Top 3:

WhatsApp Image 2018-01-21 at 19.35.53(2).jpegPlatz 3: „Ich geh mal kurz zum Polizeirevier!“, und sie sahen ihn nie wieder – zumindest nicht lebendig. Aber so nützlich war er ja sowieso nicht, kein riesiger Verlust für die Gruppe. Obwohl, Gitarre spielen konnte er, das werden sie sicherlich vermissen. Vielleicht kann ja der Neue etwas mit dem Ding anfangen. Nein, Zombie-Attacken sind nichts für schwache Nerven – wie auch das Würfeln bei Winter der Toten. Bei so ziemlich jeder Bewegung liegen die Chancen eines Insta-Kills (nein, nicht der Zombies, des Gitarrenspielers) bei einem Zwölftel – und die Anknabberwunden sind noch nicht dazugezählt. Ganz schön fies. Aber ernsthaft, ich stelle mir so eine Zombie-Apokalypse noch viel mühsamer vor. Bei elf Zwölftel Erfolgschancen würd ich mich auch noch zum Polizeirevier wagen. Und sie sahen ihn…

WhatsApp Image 2018-01-21 at 19.35.53Platz 2: Ich verstehe die Auswahl der Symbole bis heute nicht. Liebeskummer? Aztekische Überlieferungen? Doppelplus? Und der Riddler ist auch da? Häääääää!?!?! Aber keine Angst, kurz durchatmen, das alles hat seinen Sinn und Zweck. Jaaaaaaa, ich hab erfolgreich ein Messer gebastelt und mir dabei ausnahmsweise ‚mal keine Verletzungen zugezogen. Noch nie habe ich so oft gehofft, ein derart schräges Symbol (sind es zwei zusammengebundene Knochen?) zu würfeln. Streng genommen ein sehr abstruser und unthematischer Einsatz von Würfeln, dennoch sind sie kult: die Würfel von Robinson Crusoe.

WhatsApp Image 2018-01-21 at 19.35.53(1)Platz 1: Es gibt kaum Würfel, die ich so oft geworfen habe wie diejenigen von Das Ältere Zeichen. Rote, gelbe, grüne, weisse und schwarze. Digital oder analog, sie machen einfach Laune – gute wie schlechte gleichermassen, denn zwischen Genie und Wahnsinn liegt ein schmaler Grat. Thematisch macht das ganze kaum Sinn, dennoch ist das Gefühl, voll bewaffnet (mit rotem und gelbem Würfel) gegen Cthulhu und Co. in den Kampf zu ziehen, kaum zu schlagen. Daher landen Terror-, Wissens-, Gefahren- oder Ermittlungssymbol ganz klar auf meinem ersten Platz!


Mattthecrows Top 3:

MundM
Gold, Schiffe und Arrrrr!

Platz 3: Ein Spiel, welches Totenköpfe auf den Würfeln hat, muss einfach in diese Liste! Im Piratenspiel Korsaren der Karibik wird bei „Skill-Tests“ gewürfelt. Mindestens ein Totenkopf sollte dabei sein und bedeutet hier natürlich einen Erfolg. Diesen Spielmechanismus wenden wir an, wenn wir Gerüchten nachgehen, Schätze suchen und natürlich im Kampf. Da messen wir unser Würfelgeschick, pardon, Seemannsgeschick mit unseren Kontrahenten. Lady Fortuna sorgt dabei immer wieder für spannende Szenen am Tisch. Eine Nussschale, welche das Kriegsschiff der Marine entert und die Kontrolle übernimmt, oder die gelungene Flucht eines total zerschossenen Handelsschiffs vor blutrünstigen Piraten. Die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs lässt sich berechnen – der wirkliche Ausgang eines Ereignisses bleibt ungewiss.

Dice Forge
Achtung! Die Würfel können nur mit Handgrösse XXL geworfen werden. Oder beidhändig.

Platz 2: Ihr wollt ein Spiel, welches besondere Würfel hat? In Dice Forge werden sie vom Spieler gleich selber zusammengebaut. Alle sechs Würfelseiten können mit neuen Plättchen versehen werden, je besser das eingebaute Stück,  desto teurer dessen Anschaffung. Hoffentlich wird die gewünschte Seite darauf im Spiel auch gewürfelt, denn im Gegensatz zu einem Deckersteller weiss man bei einem „Würfelersteller“ – falls Dice Forge diese Kategorie nun erschaffen haben sollte – nicht genau, wie stark man von seinen Aufwertungen profitiert. Auch wenn das Spiel nicht das strategisch-taktische Schwergewicht ist: die Würfel sind riesig und innovativ, darum darf das Spiel hier auf Platz 2 stehen.

Vikings
Sie wollen doch nur spielen.

Platz 1: In 878: Vikings – Invasions of England wird richtig viel gewürfelt. Obwohl nur drei unterschiedliche Würfelergebnisse vorhanden sind (Kommando, Fliehen, Treffer), fühlen sich die verschiedenen Truppen beim Spielen ganz und gar nicht gleich an. Dies wird alleine mit der Verteilung der Ergebnisse auf den Würfeln erreicht. Während unsere englischen Thegn-Infanteristen nur eine zweifelhafte Kampfmoral an den Tag legen und sich meist im dümmsten Moment aus dem Staub machen, sind die Berserker durch nichts einzuschüchtern und ziehen eine Blutspur durch Britannien. Wenn die Engländer zur Abwechslung mal einen guten Tag erwischen, können sie eine Wikingerarmee schneller dezimieren als diese Ragnarök sagen können. Ein einfaches aber effektives Kampfsystem.


HIER geht’s zu den weiteren „MUWINS Top 3“ Listen.


Was haltet ihr von unserer Auswahl? Welche Würfel haben es euch besonders angetan? Wir sind gespannt auf eure Kommentare!

15 Kommentare

  1. Also ihr seid doch alle völlig voreingenommen und parteiisch was die Academy Games betrifft. 😛 (ich sag nicht, dass ihr nicht recht habt, ihr verdammten Fanboys. :P)

    Von den von euch genannten Würfeln fand ich folgende am originellsten:
    – Lukes Nr. 1 (MTG FTW!)
    – Matts Nr. 2 (DAS ist doch mal ein originelles Würfeldesign und dieser Liste würdig)
    und allenfalls Petes Nr. 1 (Das Calamaridesign sieht schick aus).

    Aber ich hab ihr jetzt ehrlich gesagt fast schon was technisch-analytisches erwartet wie das Gefühl der Würfel „TopMaster Pro Ultra HD 12303zillion Graviton“ sich mit nichts anderem vergleichen lässt oder dass das beste Zufallsergebnis nur mit dem Würfel ‚Inkognito Tableshadow Schlagmichtot‘ erzielt wird.

    PS: Ich finde übrigens wirklich dass die Academy Würfel sich toll anfühlen. Schönes Gewicht und ich mag das etwas kantigere Design der Würfel)

    1. Aber aber – warum so oberflächlich? Du solltest doch wissen, dass bei uns Funktion vor Form geht. Ob ein Würfel auch noch bunt blinkt ist uns sowas von … sekundär.

      1. Hä? Gerade das habt ihr doch mehr oder weniger entsprechend ausgewählt. W6 mit tollen/anderen Bildchen drauf. Nicht gerade sehr funktionsbezogen. Wenn dann eher Nostalgie- (MTG, HeroQuest,…) oder Emotionsbezug (Vikings,…).

        1. Absolut funktionsbezogen. Du wirst bei genauerer Betrachtung feststellen, dass sich auf vielen der Würfelchen nun eben gerade NICHT sechs (oder mehr) unterschiedliche Bildchen befinden, beziehungsweise, dass mit den Bildchen ein anderer Zweck erfüllt wird, als das sonst so üblich ist.

      2. (komisch. Konnte man früher nicht auf den 3. Level der Kommentare auch antworten?)

        Klar verstehe schon, aber das sind dann ja einfach unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten für das Auftreffen eines bestimmten Würfel“wertes“. Ich hätte es spannender gefunden wenn man unterschiedliche Würfel-, resp. Zufallswerterfassungsarten (was für ein (erfundenes) Wort) zusammengetragen und verglichen hätte. Da lässt sich mehr Originalität zeigen. z.B. die Zugreihenfolge bei 1776, bei ‚Das schwarze Auge‘ (ja da gibt es ein (schlechtes) Brettspiel von), Atlantis, etc.

        Aber ich hör jetzt auf zu Motzen (ist Vollmond?). Nichtsdestotrotz fand und finde ich eure Top3-Sparte wie immer unterhaltsam und v.a. hatte ich – unter anderem wg. dem Magic-Verweis – schöne Flashbacks und grad einen neuen Hype auf das hoffentlich baldig kommende Vikings. 🙂 Danke Muwinser!

        1. Du hast recht (natürlich nur was die Kommentarlevel angeht) – ich hab‘ gerade ein paar Ebenen draufgepappt 😉

          Die Zugreihenfolge bei 1775 (und Blutsverwandten) könnte man ja genau so gut auch mit Chips oder Karten oder sonstigem Kram abwickeln. Eine wichtige Eigenschaft von Würfeln ist nun mal die Zufallswerteerfassung. Ansonsten kann man sie durch etwas Anderes ersetzen (wie bei Magic oben – weshalb ich unserem Lukebigbossss den entsprechenden Würfel auch am liebsten um die Ohren hauen würde).

          Motzen? Hey – wenn wir das dürfen, darfst Du auch. Zumindest bis wir anfangen, deine Kommentare zu löschen … 😛

          1. Die MTG Würfel stellen eine wichtige Rolle in meinem Spielerleben dar. Daher sind sie zurecht auf Platz 1. Zudem besitzen sie im Gegensatz zu deinen Würfeln 20 und nicht nur 6 Seiten. Wie wir seit jeher wissen, ist mehr mehr und natürlich immer besser. Dein Gepääge macht mir also nichts aus… 🙂

    1. Die Luchador!-Würfel waren in der engsten Auswahl. Durchgesetzt haben sich die anderen aus nostalgischen (HQ), emotional am heftigsten ausschlagenden (SH:T) und all-time-favorite-game (AH) Gründen – also alles rein subjektiv und, zumindest in meinem Fall, nur marginal funktions- oder mechanismusgebunden.

      Das war aber auch die Idee dieser Top 3: Es ging nicht unbedingt darum, die ausgefallensten Würfel mit den ungewöhnlichsten Designs/Funktionen aufzulisten, sondern einfach jene, die wir – aus welchen Gründen auch immer – am geilsten finden. Wäre es um die Funktion gegangen, hätte Luchador! wohl alle drei ausgestochen. 😉

      Und wir sind ja immer noch recht unverbraucht in Sachen Top 3. Wenn wir damit erstmal im dreistelligen Bereich angelangt sind, stehen die Chancen einer Top 3 „achtseitige Würfel aus ökologisch vertretbarem Material mit mindestens 4 ins asymmetrische Spiel eingebunden Funktionen, die sich auf der Handfläche am sexyesten anfühlen“ nichts mehr im Weg!

  2. he, wo sind denn Kniffel, Spitz pass auf und Mensch ärger dich nicht?
    Da in unserer Spielerunde jemand ist, der mit unglaublicher Treffsicherheit immer genau das falsche würfelt, habe ich eigentlich keinen „Hass-Würfel“ sondern eher mehrere „Schadenfreude-Würfel“.

    Meine Top drei aus rein funktionaler Würfelsicht sind:

    3. Heckmeck am Bratwurmeck – Wer erwürfelt die meisten Würmer?
    2. Can´t Stop – Wer würfelt sich auf die Bergspitze?
    1. Blöff – Wer würfelt eine eins und verkauft sie als Stern?

  3. Feine Listen zu meiner Lieblingsspielekomponente. Dass ihr die wichtigsten Titel mal wieder habt kaltlächelnd unter den Tisch fallen lassen sei euch verziehen. Ich hol’s für euch nach 😀

    Also: Hier fehlen defintiv:

    Platz (3): Alien Frontiers
    Würfel als Raumschiffe. Rohstoffe sammeln, Alien Technologien erbeuten, Kolonien auf Planeten bauen und – ganz nebenbei und voll MUWINS Style – dem Gegner kräftig auf die Mappe hauen.

    Platz (2): Tiny Epic Galaxies aka Winziges Weltall
    Schon wieder Würfel im Weltall. Diesmal in einem feinen Entwicklungsspiel bei dem – und das ist selten – alle ständig dran sind. Würfel *und* Null Downtime. Kann es noch besser werden?

    Natürlich. Mit:
    Platz (1): Kingsburg
    „I eat risk management for breakfast“ müsste man über dieses Juwel schreiben. Hab’s Dutzende Male am Tisch und Tausende (wirklich!) am PC gezockt und es wird einfach nicht langweilig. Mit der brandneuen Version jetzt inklusive aller Erweiterungen in *einer* Box.

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