Shotgun Pete Guns Solo: Legendary Encounters – Alien

Logbuch der Nostrodoomo.

Transportflug nach Muhstalla, dem bedeutendsten Viehzuchtplaneten in Sektor 13F unserer Galaxie.

Offiziere an Bord:
Commander Peter O’Foole
Security Chief Piet Schöttgönnar
Tierbetreuer Pesche Gustimah
Schiffsarzt Dr. Pierre Pilule

Es folgen die Logbucheinträge des befehlshabenden Offiziers Commander O’Foole während der letzten Woche, in der wir noch Kontakt zur Nostrodoomo hatten.

Tag 73

Chief Schöttgönnar wollte der Besatzung heute die Feuerkraft seines eigens entwickelten Protonengranatrevolvers demonstrieren. Er schoss damit auf einen unbenutzten Viehcontainer. Die Explosion war gewaltig und riss nicht nur ein Loch von 7 Metern Durchmesser in den Container, sondern brachte auch das Panzerschutzglas der Sicherheitsabsperrung zum Bersten. Mehrere Personen wurden durch die Splitter verletzt: Schiffsarzt Pilule zog sich eine Fleischwunde zu, die zwar nicht lebensgefährlich, dafür aber an einer sehr empfindlichen Stelle war. Der Chief selbst verlor zwei Finger an seiner linken Hand, die in den Trümmern nicht mehr zu finden waren. Ich erlitt zudem eine tiefe Schnittwunde am Bauch, deren Blutung noch nicht komplett gestillt werden konnte. Pilules Assistent gilt als vermisst, noch ist unklar, ob er nicht vielleicht sogar von der Explosion komplett in Stücke gerissen wurde.

Tag 74

Alarm im Medizinlabor. Chief Schöttgönnar findet Pilule blutüberströmt auf dem Boden, bewusstlos, eine klaffende Wunde an seiner rechten Schulter. Er behauptet, noch auf ein „unförmiges Biest“ geschossen zu haben, bevor dieses davongerannt sei. Abgesehen von einigen Einschusslöchern an der Wand und vereinzelten verätzten Stellen am Boden, die wohl vom dubiosen Inhalt der zerschossenen Laborproben stammen, lassen sich keine Spuren finden. Ich wollte dem Chief bereits ein Fieberthermometer in seinen Allerwertesten stecken lassen, als Gustimah, der Tierbetreuer, ins Labor getorkelt kam. Die tiefe Schnittwunde an seinem Bein soll ihm „der Hutätä“ verpasst haben. War bestimmt einer seiner brünstigen Zuchtbullen. Abergläubisches Bergvolk.

Nachtrag: Pilule ist wieder zu sich gekommen, weist Würgespuren an seinem Hals auf, klagt zudem über Bauchschmerzen. Auch er will ein „Monster“ gesehen haben. Sicherheitshalber werde ich morgen sämtliche Abteilungen und Lagerhallen mit dem Chief durchsuchen.

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Tag 75

Vorfall in Lagerhalle M9, aus der auch Schöttgönnars demolierter Container stammte. Wir finden eine Ansammlung hüfthoher, schleimiger Kokons.

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Weder Pilule noch Gustimah können sie einer bekannten Spezies zuordnen, worauf ich die Vernichtung der Kokons anordne. Bevor es dazu kommt, springt eine schwarze Kreatur hinter einem der Container hervor. Da sie humpelt, habe ich genug Zeit, meine Schrotflinte auf sie zu entladen, worauf sie leblos zusammensackt. Die Kreatur hat humanoid anmutende Gliedmassen, aber auch einen knochigen, dinosaurierartigen Schwanz und einen glattpolierten, langgezogenen Kopf mit Raubtiermaul. Ihr Blut scheint die Eigenschaften einer äusserst starken Säure zu teilen. Ekelhaft.

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Schöttgönnar fackelt ihre Überreste und die Kokons mit seinem Flammenwerfer ab. Kaum brennt alles, stürmt noch so ein Biest hervor. Es ist beinahe doppelt so gross wie sein Artgenosse und wirft sich auf uns, schlägt wild um sich und entwischt, bevor der Chief und ich schiessen können. Wir tragen weitere, wenn auch nicht allzu gravierende Verletzungen davon. Pilule hat es am ärgsten erwischt, sein linker Oberschenkel wurde von der Schwanzspitze des Biests komplett durchbohrt. Wir bringen ihn auf die Krankenstation und versorgen uns notfallmässig. Pilule jammert wieder über Bauchschmerzen, dabei ist dies so ziemlich sein einziger Körperteil, der noch unversehrt ist.

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Wir stellen ihn mit Morphium ruhig.

Tag 76

Pilule ist seinen Verletzungen erlegen. Wir beschliessen, das Nötigste aus der Krankenstation mitzunehmen und uns im Kontrollraum zu verbarrikadieren. Unterwegs geraten wir in einen brutalen Hinterhalt. Gleich drei der schwarzen Biester lauern uns auf.

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Zu ihnen hat sich nun eine zweite, pfannkuchengrosse, spinnenartige Spezies gesellt. Eine der Spinnen krallt sich im Getümmel an Gustimahs Gesicht fest, der kurz darauf ohnmächtig zusammenbricht. Der Chief zündet eine Handgranate, die zwar eins der Biester eliminiert, der daraus resultierende Säureregen verätzt ihm jedoch eine Gesichtshälfte und zerfrisst sein linkes Ohr komplett. Ich werde von einem der davonstürmenden Viecher an die Wand geschleudert und dürfte mir dabei mehrere Rippen gebrochen haben. Meine Schnittwunde am Bauch ist ausserdem wieder aufgeplatzt. Mehr kriechend als gehend schleppe ich mich zum Kontrollraum. Schöttgönnar schafft es sogar irgendwie, Gustimah hinter sich her zu ziehen. Wir verbarrikadieren die Tür und senden ein Notrufsignal.

Tag 77

Sie sind überall. Es vergeht kaum eine Minute, ohne dass an einer der Überwachungskameras ein schwarzer Teufel vorbeihuscht. Schöttgönnar hat sich rausgewagt, um unsere Tasche mit den Medikamenten und Untensilien aus der Krankenstation zu holen, die wir gestern im Korridor zurück liessen. Gustimah schläft. Der Chief hatte es irgendwie fertiggebracht, die Spinne von seinem Gesicht zu entfernen. Ich fühle mich zu schwach, um rauszugehen. Meine Wunde hört nicht auf zu bluten. So starre ich auf die Überwachungsbildschirme und hoffe, dass Schöttgönnar es heil zurückschafft. Der Typ scheint unverwüstlich. – Schritte vor der Tür. Der Chief!

Nachtrag: Gustimah mein Name, Pesche Gustimah. Ich bin der Tierbetreuer an Bord der Nostrodoomo. Oder war es. Egal. Ich bin jedenfalls der einzigste, wo noch lebt. Also, der einzigste Mensch. Der Herr Oberst Schöttgönnar liegt tot vor der Tür. Er hat ein riesiges Loch in der Brust. Verreckte Sache, da passt im Fall locker eine Faust durch! Ich glaub, ein Hutätä hat ihn verwütscht.

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Der Kommandant ist auch tot. Auä verblutet. Schon noch krass, zu so einer Szene aufzuwachen! Ja, also, ich weiss nicht, was man in so einem Kommandantentagebuch sonst noch so schreibt. Morgen muss ich mir was zu essen holen.

Tag 78

So, ich bin wieder da. Ist aber knapp gewesen! Eins von den Monstern hatte mir schon mit seinem Schwanzspitz durch die Schulter gestochen, aber zum Glück hatte ich meinen Elektroschocker noch dabei. Sonst hätte es mich sicher gefressen! Ich habs aber leider nicht in die Vorratskammer geschafft, da ist alles voll mit Kokons gewesen. Aber in der Küche hab ich noch Zwieback gefunden. Besser als nichts. Meine Schulter hört nicht auf zu bluten. Was würde echters der Pilule machen? Vielleicht hilfts ja, wenn ich noch mehr Verband drauf tu.

Tag 79

Ich glaube, ich habe Fieber. Mir ist ganz sturn. Aber ich habe keine Medis mehr. Ich gucke jetzt sicher schon seit Stunden auf den Videobildschirm. Oder sind es Tage? Item. Ich habe die Kameras so eingestellt, dass der ganze Weg zur Krankenstation zu sehen ist. Es sieht im Moment gerade ruhig aus. Ja, ich glaube, ich riskiers mal. Sonst ist dann halt Pech gewesen.

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Keine weiteren Einträge im Logbuch vorhanden.

 

Gespielt wurde die in der Erweiterung Legendary Encounters: An Alien Deckbuilding Game Expansion enthaltene „hard mode“ Version des Szenarios zum ersten Alien Film. Das Hive Deck wurde ausserdem mit einigen „Soldaten“-Drones aufgemotzt und das Strike Deck um die neuen Strikes erweitert. Die beiden Charaktere Security Chief und Animal Handler stammen ebenfalls aus der Erweiterung.

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