Unsere Highlights des Jahres 2016

In zugegeben unsystematischen Kategorien, ganz nach Lust und Laune, findet ihr hier ab sofort und in den kommenden Tagen unsere persönlichen Highlights aus dem vergangenen Jahr. Gedacht wäre, dass es sich primär um Spiele mit Veröffentlichungsjahr 2016 handeln sollte, aber ihr kennt uns ja. Regeln sind das eine…

Natürlich konnten wir uns nicht alle Spiele des vergangenen Jahres besorgen (bei über 1000 Neuerscheinungen, die mittlerweile jährlich zu erwarten sind), und sogar von den Spielen in unserem Besitz haben wir auch noch bei weitem nicht alle ausprobiert. Allerdings fällt ein Grossteil aller Neuerscheinungen schon mal a priori aus dem Rennen, wenn man den eigenen Geschmack etwas kennt. Und wie gesagt, wir mögens eher interaktiv und haben auch sonst so unsere Vorstellungen.

Die Auflistung kann also nur sehr lückenhaft sein, und wir haben noch einige Titel auf unserer Warteliste, auf die wir sehr (!) gespannt sind und die potentiell auch in diese Auswahl gehören würden, die wir aber aufgrund der noch fehlenden Erfahrung hier (noch) nicht empfehlen können. Auf der anderen Seite weichen wir vielleicht hier und da auch vom üblichen Massengeschmack ab, aber das ist ja der Sinn persönlicher Auflistungen dieser Art.

Mit dieser Einschränkung hier nun aber meine vorläufigen Highlights des vergangenen Jahres. Meine geschätzten Kollegen werden hier in kurzen Abständen auch ihre Anwärter präsentieren, und selbstverständlich sind wir auch gespannt auf Eure eigenen Lieblingsspiele, zum Beispiel in den Kommentaren.

Spiele für 2

  • 13 Days: the Cuban Missile Crisis packt den Nervenkitzel eines grossen Spiels in gute 30 Minuten. Die Mischung aus Bluff und Taktik überzeugt durchwegs, noch selten hat die Kubakrise und auf roten Knöpfen rumdrücken so viel Spass gemacht.

Partyspiele

  • Codenames: Pictures ist so gut wie der Vorgänger und ergänzt diesen optimal. Je nach Publikum…
  • Secret Hitler hat uns durch das ganze Jahr begleitet. Eine der besten (wenn nicht die beste) Werwolfvariante überhaupt.
  • Don’t mess with Cthulhu ist eine weitere Abwandlung des Verräterthemas – und doch ganz anders. Auch schon für etwas kleinere Gruppen geeignet bietet es ebenfalls alles, was das Verräterherz begehrt.

Sportspiele

  • Flamme Rouge war für uns eine der grossen Überraschungen in Essen. Auch wer mit Radsport nichts anfangen kann, dürfte mit diesem schnellen, einfachen, und doch strategischen Spiel viel Freude haben. Ein einzelnes Rennen ist schnell gespielt, wer mehr möchte, kann auch eine ganze Tour veranstalten, die dann ein paar zusätzliche Regeln beinhaltet.

Kinderspiele

  • Leo. Der muss nämlich dringend zum Friseur. Dieses kooperative Spiel mit Gedächtnisaspekt funktioniert mit Kindern prima, und lässt sich auch für erwachsene Ansprüche hinsichtlich der zum Sieg nötigen erforderlichen Taktikansprüche anpassen.

Strategiespiele

  • City of Spies: Estoril 1942 bietet ein schlankes Regelwerk mit innovativen und sehr interaktiven Mechanismen. Wer baut das effizienteste Agenten-Netzwerk?
  • Crisis war eine Kickstarter Veröffentlichung, die eingeschlagen hat, dabei aber leider kaum noch erhältlich ist. In diesem Semi-Kooperativen Wirtschaftsspiel versuchen die Spieler gemeinsam, die Wirtschaft des Landes „Axia“ vor dem endgültigen Untergang zu bewahren (die Spielautoren sind Griechen…;-), dabei aber persönlich den höchsten Profit einzufahren. Ja, das funktioniert. Und macht enorm Spass.
  • The great Zimbabwe wurde hier kürzlich schon dargstellt. Eigentlich eine 2016 erschienene Neuauflage eines älteren Spiels, gehört es hier aufgrund seiner überzeugenden Qualität trotzdem aufgeführt.

Jeder gegen Jeden (Klopperspiele)

  • Inis: Über das Schachtelcover kann man sich streiten (aber wers nicht grottenschlecht findet, hat unrecht), das Spiel ist aber trotzdem prima. Das übliche Gekloppe wird dadurch aufgebrochen, dass man über verschiedene Spielziele gewinnen kann, von denen zumindest eines auch kooperative Aspekte hat.
  • Mare Nostrum: Empires: Ok, das luxuriöse Material (die Karte ist GIGANTISCH) mag dazu beitragen, aber auch das Spiel selber hat einerseits durch seinen einfachen Zugang, andererseits durch einige zündende, gut eingesetzte Ideen (Handel, Anführermechanismus) sehr überzeugt.

Komplexe Spiele

  • COIN: Diese Erfolgsserie aus dem Hause GMT hat uns 2016 beschäftigt – und wird es weiter tun. Auch wenn wir mit der Veröffentlichung neuer Titel aus Termingründen nicht mithalten können, das Thema COunter INsurgency ist thematisch mittlerweile so breit gefasst, dass man sich lebenslang nur damit beschäftigen könnte.

Kooperative Spiele

  • Black Orchestra: Schon wieder taucht Adolf auf. Diesmal gehören die Spieler jener Organisation an,die von der Gestapo mit dem Decknamen „schwarze Kapelle“ bezeichnet wurde.  Ihr Ziel war, den Krieg rasch zu beenden, indem der Führer beseitigt werden sollte. Das hat damals nicht geklappt, und wer „Black Orchestra“ gespielt hat kann bezeugen, dass die Sache auch heute noch nicht ganz enfach zu bewerkstelligen ist.

Solospiele

  • Comancheria: The Rise and Fall of the Comanche Empire führt den Spieler durch die Geschichte der Comanche-Nation, von deren Aufstieg mit der Niederwerfung anderer Stämme und der Eroberung gewaltiger Territorien im heutigen Raum Arkansas/Texas, bis zu den aufkeimenden und zunehmenden Konflikten mit Spanien, Texas, letztlich den USA und dem Untergang des Empires. Die Einarbeitung in das eher komplexere Regelwerk lohnt sich!

 

… und zum Abschluss einige weitere persönliche Evergreens 

Ohne Erläuterungen, die aber so gut sind, dass sie es immer verdient haben, erwähnt zu werden…

Ein Kommentar

  1. Gute Auswahl, an der es eigentlich nichts rumzumäkeln gibt!
    Ausser vielleicht, was das Cover von Inis betrifft. Das ist so… seltsam und untypisch…, dass ich es irgendwie gut finde.

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